Advent, Advent der Obstler brennt

von und mit Miguel Herz-Kestranek

Advent-Impressionen von und mit Miguel Herz-Kestranek

Aus seinen schon legendären Adventveranstaltungen „Salzkammergut Advent“ und „Wiener Advent“, die in den letzten Jahren jeweils bis zu hundert Mitwirkende vereinten, präsentiert der charismatische Publikumsliebling, Buchautor, internationale TV- und Theaterstar und „Mr. Advent“ Miguel Herz-Kestranek hier einmal solo die besten literarischen Leckerbissen aus fremder und aus eigener Feder.

Ob es die köstlichen Geschichten vom Salzkammergut Original, dem Knecht Auer Michl sind oder die Wiener Weihnachtsanekdoten – Herz-Kestranek beweist auf seine unnachahmliche Art, dass Advent mehr ist, als Kerzerl und Weihrauch.

Freuen Sie sich auf mindestens 80 prallvolle Genussminuten, auf Verzauberung, Lachstürme und Besinnlichkeit zugleich! Ein Abend der Extraklasse!

Bild- und Tonausschnitte: Ein Kurzvideo stellen wir gerne als Videoclip per E-mail zur Verfügung, ebenso eine CD mit einigen Hörproben.

 

Honorar nach Anfrage

 

 

Biographie Miguel Herz-Kestranek

Geboren am 3. April 1948 in St. Gallen hat der Schriftsteller und Schauspieler Miguel Herz-Kestranek bisher an die 160, zum Teil internationale TV-und Filmrollen und mehrere Dutzend Theaterrollen gespielt, sowie mehr als ein Dutzend Bücher als Autor und Herausgeber, zum Teil in mehreren Auflagen veröffentlicht. Internationale Filmpartner waren u.a. John Malcovich, Curd Jürgens, Richard Burton, Vanessa Redgrave, Marthe Keller und Clint Eastwood. Immer noch jedoch ist Miguel Herz-Kestranek vielen österreichischen Fernsehzuschauern als der legendäre „Magister Liguster“ in der ORF-TV-Familie Merian im Gedächtnis.

 

Seinen Vornamen Miguel „verdankt“ Herz-Kestranek der Emigration seiner jüdischen Eltern, die einander 1945 im Exil in Montevideo in Uruguay kennen gelernt haben. Sein Nachname entstand nach Adoption des Vaters durch dessen Onkel, der das großmütterliche 'Kestranek' in den Jahren des Naziterrors dem großväterlichen 'Herz' hinzufügen ließ.

 

Nach Matura und dem Wiener Reinhardtseminar ging Herz-Kestranek 1971 für ein Jahr ans Wiener Burgtheater, anschließend für zwei Saisonen ans Theater nach Graz und dann für sechs Jahre an das Wiener Theater in der Josefstadt. Dazwischen gastierte er sechsmal bei den Salzburger Festspielen.

 

Seit 1980 in keinen festen Theater-Engagements mehr, spielte er seit damals etliche Gast-Hauptrollen und sang 1999 den Professor Higgins in „My fair lady“, seine erste Hauptrolle in einem Musical.

 

1985 wurde Miguel Herz-Kestranek vom Publikum in einer Umfrage der größten österreichischen Tageszeitung zum beliebtesten österreichischen Tatort-Kommissar gewählt.

 

Von 2000 bis 2010 war MH-K Vizepräsident des Österreichischen P.E.N.- Clubs; derzeit ist er Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung. Zahlreiche Kommentare und Artikel in Tages- und Kulturzeitschriften, Gestaltungen von Rundfunksendungen, viele Moderationen und Diskussionsleitungen, sowie die Tätigkeit als Publizist und Herausgeber, als Redner, Laudator oder Keynotespeaker ergänzen seine Arbeit als Autor und Darsteller.

 

1999 eröffnete MH-K die weltweit größte Schüttelreime-Website im Internet mit derzeit über 100.000 monatlichen Aufrufen: www.schuettelreime.at

 

Im Oktober 2000 wurde MH-K mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. 2006 erhielt er das Kulturehrenzeichen der Stadt Bad Ischl. 2008 war MH-K für den TV-Preis „Romy“ für den beliebtesten Fernsehschauspieler nominiert.

 

Seit 1998 und 2000 ist MH-K auch Produzent, Intendant und Veranstalter. Als dieser gründete und leitet er zwei große unterschiedliche und alljährliche Advent-Veranstaltungsreihen. Als begeisterter Europäer und aktiver EU-Befürworter holt Herz-Kestranek dabei unter dem von ihm geschaffenen Motto „Alte Nachbarn - Neue Brüder“ dabei jedes Jahr neue Musikgruppen und Solisten aus alten und neuen europäischen Mitgliedsländern nach Österreich, und vereint auf völkerverbindende Weise europäische Advent -Traditionen im Sinne eines erweiterten Begriffes von „Adventus – Ankunft“ als der Ankunft eines friedvollen toleranten Europa.

 

Der „Salzkammergut Advent“ in Bad Ischl, ist das alpenländische Adventsingen unter Gesamtleitung und Mitwirkung von Miguel Herz-Kestranek, mit der besten Volksmusik der Region und Gästen aus dem neuen Europa, österreichischer Winter- und Weihnachtsliteratur, zum Großteil aus der Feder des Autors Herz-Kestranek. So hat er mit dem Knecht Auer Michl, einem Salzkammergut Original eine Figur geschaffen, die bereits zur Kultfigur geworden ist. www.salzkammergutadvent.at

 

Der „Wiener Advent“ wiederum ist ein großstädtisches wienerisches literarisch-musikalisches Adventkonzert mit Musikern aus den ersten Wiener Orchestern, weihnachtlicher Schrammelmusik, Chören und musikalischen Crossover-Gästen. Hier fungiert Herz-Kestranek neben seiner Tätigkeit als Gesamtleiter und Hauptdarsteller auch als Produzent und Veranstalter. www.wieneradvent.at

 

Beide Ad-Events haben in zwei unterschiedlichen Programmen meist mehr als 100 Mitwirkende aus drei Ländern, locken mittlerweile jedes Jahr viele tausend Zuseher in die Hallen und sind bereits zu Institutionen, mit Gastspielen auch in anderen österreichischen Städten geworden.

Privat lebt MH-K, der nach eigenen Worten „meine jüdischen Wurzeln, meine christliche Erziehung und meine buddhistischen Erkenntnisse“ lebt und eine 1971 geborene Tochter mit dem Namen Theresa hat, zurückgezogen in Wien und in seinem Haus in St. Gilgen am Wolfgangsee.

 Technische Anforderungen und Bühnenrequisiten

Bühne: Mindestgröße: 12 m². Mindesthöhe: 50 cm. Grundsätzlich werbefrei. Zu Weihnachten bzw. im Advent darf/soll es stimmungsvolle, aber werbefreie Deko geben. Beispielsweise ein paar nackte grüne Bäume zwischen 2 und 4m Höhe, je nach Bühnengröße. Von unten mit sog. Topferln mit beispielsweise hellblauer/grellgrüner Scheinwerferfolie angestrahlt. Wichtig ist auch der mögliche Hintergrund (Wand, Vorhang, Sonstiges). Bitte diesbezüglich Infos aus der Veranstaltungshalle einholen und an Herbert Strobl weiterleiten.

Requisiten: Ein kleiner Tisch und ein Stuhl ohne Armlehnen.

Ton: Mikro auf Boden-Galgenstativ, das von seitlich kommt. Aber KEIN Nahbesprechungsmikro, sondern eines mit einer sogenannten Niere, so nennt man den Raum, den man ohne Verlust vom Mikro entfernt sein kann. Also ein Kondensatormikro, kann ein Funkmikro sein, es muss jedenfalls die Tonanlage bzw. die Lautsprecher dafür geeignet sein. Bitte Info vom Hallentechniker einholen und mitteilen. MHK bringt für alle Fälle sein Shure-Mikro mit. Ist kein kabelloses, jeder Tontechniker weiß, was gemeint ist, braucht also ein Kabel.

Ein permanent anwesender Tontechniker wird vorausgesetzt. Bitte umfassende Informationen über Licht- und Tonmöglichkeiten im Veranstaltungssaal einholen und an Herbert Strobl weiterleiten.

Licht: Der Künstler hat immer ein kleines Licht mit, das, wenn er beim Tisch sitzt, ihn von vorne unten etwas bestrahlt. Also noch bitte für alle Fälle Verlängerungsschnur/-steckdose beim Tisch. Ansonsten Licht von vorne, oben, seitlich, sehr punktuell ausgeleuchtet, jedoch adventlich warm.

Dazu eventuell die Weihnachtsbäume von unten mit Topferln beleuchtet. Wenn behördlich erlaubt, kann man auch nur einen Adventkranz mit einer/zwei brennenden Kerzen oder eine große/kleine Kerze irgendwo haben usw...

Wenn es ohne Aufwand geht, ist auch eine Stehlampe ausprobierbar, allerdings nicht als Lichtquelle, sondern nur als leuchtende Deko.

 

Generell ist Miguel Herz-Kestranek sehr flexibel und richtet sich nach den Gegebenheiten, die aber vorher mitgeteilt werden müssen.

 

Wie oben angeführt und hier nochmals erwähnt, bitte die umfassenden Informationen über Licht- und Tonmöglichkeiten im Veranstaltungssaal einholen und an Herbert Strobl weiterleiten.

 

Sound- und Lichtcheck: 1,5 Std. vor Einlass der Besucher in den Saal.

 

Getränk auf der Bühne: Kein Wasserkrug, nur ein Häferl - mit Leitungswasser, allenfalls Tee. Das sieht gemütlicher aus. Darf auch mit Sponsorlogo sein, falls das Logo mit der Veranstaltung zu tun hat.

 Mehr Informationen, PR-Texte, Fotos und Buchungen

Nachstehend dürfen wir Ihnen ein weiteres Erfolgsprogramm von Miguel Herz-Kestranek vorstellen:

  Miguel Herz-Kestranek

 

Die Frau von Pollak oder wie mein Vater jüdische Witze erzählte

http://www.suedsteiermark.tv/video/1539/Wildon-Lesung-von-Miguel-Herz-Kestranek

 

 Ein Witzeerzähler der alten Schule

 

„Der jüdische Witz ist kein Witz. Witze haben Pointen, der jüdische Witz hat Humor: mit allem was dazu gehört – vor allem aber Lebensklugheit und Weisheit.“, Miguel Herz-Kestranek.

 

Mit Lächeln und leiser Wehmut verbindet der Autor in seinem neuen, rund 90minütigem überaus humorvollem Leseprogramm auf literarische Weise vergessene jüdische Geschichten und weniger geläufige jüdische Witze und Anekdoten, so wie er sie schon als Kind von seinem Vater gehört hat, mit Erinnerungen an seine Kindheit und an den Vater.

 

Behutsam und liebevoll spürt er dabei vor seinem eigenen jüdischen Hintergrund dem verklungenen „Ton“ nach, wie er seiner Meinung nach zu den Geschichten gehört, und erzählt dabei geistreich und auf vergnügliche Art, wie viele Aussprüche und Pointen als geflügelte Worte in die Familiensprache eingingen.

 

Ob es die Anekdoten über die legendäre Frau Pollak mit ihren unfreiwillig komischen Bonmots und die in epischer Breite ausgeschmückten Geschichten über Rabbis und Wunderrabbis im ostjüdischen Schtetl sind, oder die Pointen von Schadchen und Schlemihlen, von Schnorrern und Millionären, Miguel Herz-Kestranek versteht es mit seiner einzigartigen Form des Vortrags und den unendlichen Facetten seiner charismatischen Stimme, Verschüttetes und Vergessenes humorvoll auferstehen zu lassen und damit in die Gegenwart zurück zu holen, was unser aller mitteleuropäisches Erbe ist.

 

Kein Witzeabend der gewohnten Art ist es, vielmehr eine sehr persönliche Elegie auf versunkene Welten, auf ausgerottete Lebensformen und auf eine Zeit, „als Lemberg noch in unserem Besitz war.“

 

Auch zu diesem Programm können wir Ihnen auf Wunsch ein Kurzvideo zur Verfügung stellen.

 

Honorar nach Anfrage

 

Kritiken zum gleichnamigen Buch

 

Kein schnödes Witzebuch, auch wenn es der Untertitel „Wie mein Vater jüdische Witze erzählte“ vermuten lässt. Eher eine Spurensuche im Gestern. Mit vielen Anekdoten. Und sehr persönlich. Immer wieder schimmert bei den pointenreichen Geschichten dieses selbstironische Lachen über die eigene Verzweiflung und Widersprüche durch, die jeder von uns hat. Und feiner Humor, der schmunzeln macht (Werner Rosenberger im Kurier)

 

Ein außergewöhnliches, ein außergewöhnlich heiteres und heikles Buch!

Auch in seinem neuen Buch verfolgt Herz-Kestranek den „Untergang des Abendlandes in Anekdoten“, ohne darauf zu verzichten, Tacheles zu reden, wo immer er auf antisemitische Narrative stößt einen Ton, in dem die Landschaften sichtbar werden und die Menschen, die in diesen Geschichten zentrale Rollen spielen.

 

Dass sich in diesem Buch gelegentlich Wehmut breitmacht, angesichts der erzählten, inzwischen verschütteten Welt der Wunderrabbis, der Schnorrer, der Millionäre, kann nicht verwundern. Die Wehmut aber wird permanent verscheucht: durch eine Erinnerungsarbeit, die nicht nur nahezu pausenlos eine Pointe an die andere reiht, sondern unablässig auch im dominanten kollektiven Gedächtnis stochert. (Der Standard)

 

… die Tiefe und die Herzlichkeit der Geschichten rund um die G’schichterln haben mich wirklich begeistert ... (Thomas Rottenberg, Servus- TV, Büchersendung)

 

Ein besonderes Erinnerungsbuch und ein höchst vergnüglich zu lesendes dazu ... Gelacht wie schon lange nicht  (Neues Volksblatt)

 

Es macht Spaß, in diese Welt einzutauchen … es hagelt jüdische Witze und Anekdoten und dennoch ist es kein Witzebuch geworden. Vielmehr philosophiert Herz-Kestranek über die Bedeutung des jüdischen Witzes, über seine Eigenarten und über den schmalen Grat zwischen der jüdischen Tradition, sich selbst auf die Schaufel zu nehmen und dem judenfeindlichen Witz … (Tiroler Tageszeitung)

 

 „Die Frau von Pollak" hat mich zum Lachen verführt, mir Tränen in die Augen getrieben und mir ein leichtes, offenes Herz beschert. Es hat Sehnsucht nach einer vergangenen Zeit geweckt und auch die Erkenntnis, dass Komik und Tragik ganz oft Hand in Hand gehen. Die Aspekte des jüdischen Lebens haben mich an meine eigene Kindheit erinnert und daran, dass ich „keinen Vorschuss auf die Zores nehmen soll" und gewisse Handlungen eine gewisse Chuzpe verlangen. Die Lektüre des Buches bringt unwillkürlich Lachen und Lächeln, mitunter ist es wehmütig, aber immer warmherzig.

Und, um die vielzitierte Tante Jolesch zu bemühen: sie hätte eine Freude an einer Freundschaft mit Frau Pollak. Die beiden Damen hätten sich viel zu erzählen.

Und mein Tipp als Buchhändlerin: eine Lektüre für Leute mit Herz, Hirn und Humor. (Frau Wallner, Geschäftsführerin Buchhandlung Frick am Graben)

 

Einige der grandiosen jüdischen Witze aus dem Programm

 

Am Tag nach der Reichskristallnacht steht ein Jude auf dem Stephansplatz und verteilt Flugzettel. Ein Freund kommt vorbei und fragt ihn, was er denn da tue.

„No, was tu ich? Flugzettel verteilen gegen den Hitler!“

„Bist du meschugge, zeig her! – Aber da steht ja nix drauf?!“, ist der Freund perplex.

„Keine Sorge –„, lächelt der andere und wiegt dabei leicht seinen Kopf, „die Juden wissen schon…!“

***

Nicht fehlen darf die Geschichte von dem Juden, der sich ein paar Wochen vor Ostern taufen lässt und dem Pfarrer das Versprechen gibt, ab sofort alle christlichen Gebote zu befolgen.

„Du weißt“, sagt der Geistliche, „wir haben jetzt sieben Wochen Fastenzeit und während dieser darf ein guter Katholik kein Fleisch essen. Kartoffeln, Heringe, Fische darfst du essen, aber kein Fleisch. Ich werde dich unangemeldet besuchen und sehen, ob du dieses Gebot auch einhältst.“

Eines Fastentages kommt wirklich der Pfarrer überraschend zu einem Besuch und findet seinen neuen Schützling vor, wie der vor einem riesigen gebackenen Huhn sitzt und sich gerade ein Stück in den Mund schiebt.

„Was muss ich sehen? Wir haben doch Fastenzeit, und du vertilgst ein gebratenes Huhn?“

„Aber Hochwürden, das is doch ka Huhn, das is a Fisch!“

Diese Antwort macht den Pfarrer zornig: „Stell dich doch nicht dumm! Das ist ein Huhn, das sieht ein jeder!“

„Herr Pfarrer“, erwidert da der Frischgetaufte, „erinnern Sie sich, wie Se mich haben getauft? Sie haben auf mich gesprengt a bissele Wasser und haben dazu gesprochen: Du bist jetzt ein Katholik, du bist jetzt ein Katholik, du bist jetzt ein Katholik! Und ich bin geworden ein Katholik. Und genauso ich hab es getan mit dem Huhn. Ich hab ihm gesprengt mit a bissle Wasser und ich hab gesprochen: Du bist jetzt a Fisch, du bist jetzt a Fisch, du bist jetzt a Fisch! Und so es is geworden a Fisch…“

***

Ein Jude steigt am Bahnhof in Rzeszów aus dem Zug und wendet sich an den Nächststehenden: „Verzeihung, aber wo wohnt hier der Beschneider?“

„Sie gehen von der Bahnstation hinunter die Straße und dann Sie biegen die erste Gasse nach links, dort wohnt er.“

„Was denn?“, tut der Ankömmling erstaunt. „Gleich neben dem Puff?“

„Nein, der Puff ist doch in der zweiten Gasse links.“

„Oh, da dank ich verbindlichst!“, erwidert der Ortsfremde und eilt freudig von dannen.

***

Beim Begräbnis des alten sehr reichen Barons Rothschild fällt ein unbekannter Mann auf, der sich dem schweigenden Trauerkondukt angeschlossen hat und durch hemmungsloses Schluchzen seiner offensichtlichen Trauer lautstarken Ausdruck verleiht. Immer stärker wird sein Weinen, er krümmt sich, er biegt sich vor Schmerz, er rauft sich die Haare, so dass ihn endlich einer aus dem Trauerzug fragt, ob er denn ein naher Verwandter des Verstorbenen sei.

„Nein“, presst der Mann stockend und unter Tränen hervor, „Verwandt bin – ich – nicht.“

„Ja, aber warum weinen Sie dann so?“

„E-ben – da-rum!“

***

„Sagen Sie, was hab ich gehört, Ihr Kassier ist durchgegangen und hat mitgenommen die Kassa und Ihre Tochter? Is das wahr?“

„Wahr is es, aber wie es scheint, tut’s ihm schon leid. Er hat begonnen das Gestohlene zu ersetzen.“

„Was Sie nicht sagen! Hat er Ihnen schon Geld geschickt?“

„Das noch nicht – vorläufig erst die Tochter.“

***

Zum Schluss soll auch die berühmte Frau Pollak, die immerhin dem Buch den Titel gibt, zu Wort kommen: Als die selige Frau Pollak schon alt und schwerhörig geworden war, erhielt sie einmal Besuch von einem ihrer Neffen und es ergab sich folgendes Gespräch:

„No, Tante, wie geht’s dir, wie geht’s mit dem Gehör?“

„Heuer? Heuer fahren wir erst im August nach Ischl -“

„Nein, Tante, wissen will ich, wie’s mit deinem Gehör geht?“

„Der Willy? Der hat heuer überhaupt keinen Urlaub. Wenn überhaupt, wird der nur nachkommen können -“

Der Neffe bereits brüllend“ „Nein – ich hab dich gefragt, wie’s dir mit deinem G e h ö r geht!!!“

„Mit dem Gehör?? – Gut!“

 

Technische Anforderungen und Bühnenrequisiten

 

Programm „Die Frau von Pollak“

 

Bühne: Mindestgröße: 12 m². Mindesthöhe: 50 cm. Grundsätzlich werbefrei. Der Bühnenhintergrund sollte dunkel sein (Wand, Vorhang, Sonstiges).

 

Tisch auf Bühne: Kleiner Tisch (Kaffeehaustisch) mit einem Stuhl ohne Armlehnen.

 

Ton: Mikro auf Boden-Galgenstativ, das von seitlich kommt. Aber KEIN Nahbesprechungsmikro, sondern eines mit einer sogenannten Niere, so nennt man den Raum, den man ohne Verlust vom Mikro entfernt sein kann. Also ein Kondensatormikro, kann ein Funkmikro sein, es muss jedenfalls die Tonanlage bzw. die Lautsprecher dafür geeignet sein. Bitte Info vom Hallentechniker einholen und mitteilen. MHK bringt für alle Fälle sein Shure-Mikro mit. Ist kein kabelloses, jeder Tontechniker weiß, was gemeint ist, braucht also ein Kabel.

Ein permanent anwesender Tontechniker wird vorausgesetzt. Bitte umfassende Informationen über Licht- und Tonmöglichkeiten im Veranstaltungssaal einholen und an Herbert Strobl weiterleiten.

 

Licht: Der Künstler hat immer ein kleines Licht mit, das, wenn er beim Tisch sitzt, ihn von vorne unten etwas bestrahlt. Also noch bitte für alle Fälle Verlängerungsschnur/-steckdose beim Tisch. Ansonsten Licht von vorne, oben, seitlich, sehr punktuell ausgeleuchtet, jedoch adventlich warm.

Wenn es ohne Aufwand geht, ist auch eine Stehlampe ausprobierbar, allerdings nicht als Lichtquelle, sondern nur als leuchtende Deko.

 

Generell ist Miguel Herz-Kestranek sehr flexibel und richtet sich nach den Gegebenheiten, die aber vorher mitgeteilt werden müssen.

 

Sound- und Lichtcheck: 1,5 Std. vor Einlass der Besucher in den Saal.

 

Getränk auf der Bühne: Ein Glas mit Leitungswasser.