
Bereits während meiner Studienzeit hatte ich begonnen, meine eigenen
Gedanken und Vorstellungen in Worte und Lieder zu fassen, die ich dann bei
Vorträgen im Rahmen des katholischen Bildungswerks zum Besten gab. Sinn der
Sache wäre gewesen, damit Menschen zu berühren, wie es sonst nur Peter
Maffay und Benedikt XVI. gelingt. Da aber die Zuschauer in erster Linie
lachten, schrieb ich irgendwann „Kabarett“ über meine Vorträge, was sich
sehr positiv auf die Besucherzahlen auswirkte.
Nachdem ich im November 2005 den Goldenen Wiener Kleinkunstnagel gewonnen
und ein Engagement für die „Lange Nacht des Kabaretts“ in der Tasche hatte,
beendete ich schweren Herzens meine Religionslehrerkarriere, übersiedelte
nach Wien und widmete mich vier Jahre lang ausschließlich der
professionellen Unterhaltung von Menschen.
Im Sommer 2010 war meine Sehnsucht nach Schule und Religionsunterricht so unerträglich geworden, dass ich meine Seele nicht weiter quälen wollte. Aufgrund verschiedener glücklicher Umstände konnte ich im September meine Stelle an der HLM-BAKIP Wiener Neustadt antreten. Zwar muss ich jetzt wieder früh aufstehen, darf dafür aber künftigen KindergartenpädagogInnen und ModeschöpferInnen erzählen, was sie so über Jesus, den Papst und die Kirche allgemein wissen sollten. Klingt nicht nur wahnsinnig cool – ist es auch!

